
Unter dem vermeintlich einheitlichen Pixelraster verbirgt sich eine Abfolge aus RGB‑ oder BGR‑Streifen, teils sogar PenTile‑Muster. Subpixel‑Antialiasing adressiert diese Reihenfolge direkt. Wird ein Monitor gedreht, kippt die Reihenfolge; werden Skaling oder Rotationen erzwungen, entstehen Abweichungen. Wer die tatsächliche Subpixel‑Geometrie kennt, verhindert verwaschene Kanten und vermeidet überraschende Farbsäume in feinen Buchstabenöffnungen.

Unsere Wahrnehmung gewichtet Helligkeit deutlich stärker als Farbinformationen. Wird ein rotes Subpixel leicht heller und ein blaues minimal dunkler angesteuert, entsteht ein scheinbar fein versetzter Graurand. Microsofts ClearType nutzte genau diesen Effekt. Richtig kalibriert gewinnt Text Kontur, falsch eingesetzt erscheinen störende, blickwinkelabhängige Farbhöfe an vertikalen Stämmen.

Subpixel‑Antialiasing scheitert an unpassenden Panelgeometrien, unruhigen Blickwinkeln und aggressiver Skalierung. OLED‑Layouts, PenTile‑Matrizen oder VR‑Displays reagieren anders als klassische RGB‑Streifen. Je nach Auflösung überwiegen Farbsaumartefakte den Schärfegewinn. Deshalb sollte die Technik bewusst aktiviert, regelmäßig geprüft und bei hochauflösenden Geräten oft durch neutralere Verfahren ersetzt werden.
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